Mönkeberger Nachrichten | Dezember 2019

1Liebe Mönkebergerinnen und Mönkeberger,

es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell doch ein ganzes Jahr vergeht! Kaum haben wir das Jahr 2019 begrüßt, freuen wir uns nun schon wieder auf das Weihnachtsfest und schmieden Pläne für den bevorstehenden Jahreswechsel. Traditionell ist das auch die Zeit, in der wir auf das auslaufende Jahr zurückblicken und unsere Vorsätze und Vorhaben mit dem Erreichten vergleichen.

Für die Ortsgruppe und die Fraktion der SPD war dieses Jahr ganz besonders herausfordernd. Nachdem wir uns am Ende der vergangenen Wahl in der Oppositionsrolle wiederfanden, galt es, mit einem neuen und engagierten Team frische Akzente in der Gemeindepolitik zu setzen. Dass dies bei den bestehenden Mehrheitsverhältnissen keine einfache Aufgabe sein würde, war uns allen bewusst.

Wir haben es trotzdem geschafft, eine intensive Debatte um die Verkehrssituation in Mönkeberg anzustoßen. Nun gilt es, unsere konstruktiven Vorschläge zur Verkehrsberuhigung auch umzusetzen. Unsere Ideen zur Etablierung eines offenen Ganztagsschulangebotes haben wir Ihnen in einer gut besuchten Informationsveranstaltung vorgestellt. Vielen Dank noch einmal allen für die vielen positiven Rückmeldungen hierzu! Vorerst gescheitert sind wir hingegen mit unserem Ziel, Ihren Kindern eine beitragsfreie Betreuung in den Kitas der Gemeinde anzubieten. Vielmehr scheint die Jamaika-Koalition um CDU-Ministerpräsident Günther ein Gesetz verabschieden zu wollen, dass sowohl die Eltern als auch die Gemeinde stärker belasten wird. Eine zukunftsweisende Sozialpolitik sieht anders aus!

Auch auf politischer Bundesebene war das Jahr 2019 alles andere als ruhig. Der in der SPD vielbeschworene Erneuerungsprozess ging nicht nur Parteimitgliedern viel zu langsam voran. Schnell wurde die Schuld daran an der Parteispitze ausgemacht und mit dem Rücktritt von Andrea Nahles der Weg in Richtung Wahl eines neuen Vorstandes geebnet. Konnten die konservativen Parteien eine ganze Weile mit Häme und Spott dem verzweifelten Suchen der SPD nach einem Ausweg aus ihrem Umfragetief zusehen, sieht sich nun auch die CDU fallenden Sympathiewerten und einem offenen Machtkampf um die Nachfolge der Kanzlerin gegenübergestellt. Wollen die beiden Volksparteien auch künftig noch diesen Namen verdienen, müssen sie wieder lernen, auf die Stimmen der Wählerinnen und Wähler zu hören, anstatt sich in erster Linie um den eigenen Machterhalt zu sorgen! Politische Auseinandersetzungen sollten wieder konstruktiv und fruchtvoll in einem gesunden Widerstreit der Interessen, nicht aber länger polemisch und destruktiv geführt werden.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, Sie in der Vorweihnachtszeit nicht mit derartigen Grundsatzüberlegungen zu langweilen. Daher möchte ich nun schnell zum wichtigsten Anliegen meines Beitrages kommen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben im Namen aller Mitglieder des Vorstandes und der Fraktion der SPD Mönkeberg eine besinnliche und friedvolle Weihnachtszeit. Möge das kommende Jahr für Sie Glück und Erfolg, vor allem aber – das ist mir ganz besonders wichtig – viel Gesundheit bereithalten!

Herzlichst,

Dr. Christian Kubaczyk
Vorsitzender

Mönkeberger Nachrichten | November 2019

Ortsverein der SPD übergibt mehr als 60 Jahre Vereinsgeschichte an das Amtsarchiv

Am 12. September 2019 überreichten Karin Horst, erste Stellvertreterin des Ortsvereinsvorsitzenden der SPD Mönkeberg, und Uwe Heinze der Archivarin des Amtsarchivs Schrevenborn Frau Hatke-Beck zum Teil historische Dokumente der Vereinsgeschichte der SPD in unserem Ort zur Verwahrung. Der Übergabe ging eine Prüfung der Unterlagen durch Frau Hatke-Beck voraus, die im Auftrag der Amtsverwaltung deren Relevanz für die Übernahme in das Archiv zu bewerten hatte.

In mehreren Bänden enthalten die übergebenen Dokumente unter anderem zahlreiche Protokolle der Sitzungen und Veranstaltungen des Ortsvereins seit Beginn des letzten Jahrhunderts. Uwe Heinze, selbst jahrzehntelanges Mitglied der SPD und Urgestein des Ortsvereins, widmete sich in den vergangenen Jahren der Zusammentragung dieser Unterlagen, die bis dahin an unterschiedlichen Stellen im Ort verteilt waren. Er rettete damit die Erinnerung an über 60 Jahre Vereinsgeschichte und mit ihr einen spannenden Einblick in das Wirken der SPD in Mönkeberg.

Viele Frauen und Männer haben sich seit der Gründung des Ortsvereins in den Dienst der Sozialdemokratie gestellt und in der Kommunalpolitik und Parteiarbeit mitgewirkt. Sie haben den Wiederaufbau der Gemeinde nach dem letzten Weltkrieg mitgestaltet und so das Ortsbild Mönkebergs entscheidend geprägt. Stellvertretend für viele seien nur einmal Elisabeth und Ernst Kähler genannt, die nicht nur Alt-Mönkebergern und Mönkebergerinnen ein Begriff sind. Sie gründeten nach dem Verbot der SPD am 22. Juni 1933 durch die Nazis den Ortsverein Mönkeberg im Jahr 1945 neu, unterstützten die Wiedererrichtung der AWO und wirkten mit beim Wiederaufbau des SV Mönkeberg mit. Drei Jahre später, im Jahr 1948, riefen Elisabeth und Ernst eine Gruppe der Sozialistischen Jugend Deutschlands „Die Falken“ ins Leben und gaben so der Mönkeberger Jugend in den schwierigen Nachkriegsjahren wieder Halt und Orientierung in einer demokratischen Gemeinschaft.

Wer mehr darüber erfahren oder einen interessanten Einblick in die Entscheidungsprozesse der Gemeindevertretung unseres Ortes in der Vergangenheit erlangen möchte, soll in der Zukunft auch direkt und ganz modern in den überreichten Dokumenten stöbern können. Die SPD beabsichtigt nämlich, einen Teil der Unterlagen zu digitalisieren und der Öffentlichkeit auf ihrer Webseite www.spd-moenkeberg.de zur Verfügung zu stellen.

Sie sind daran interessiert oder im Besitz weiterer historischer Dokumente zur SPD Mönkeberg, die Sie dem Ortsverein übergeben möchten? Sprechen Sie uns gerne an!

Dr. Christian Kubaczyk
Vorsitzender

Mönkeberger Nachrichten | Oktober 2019

230 Jahre Mitgliedschaft in der SPD,

auf diese stattliche Zahl blicken in diesem Jahr zwei Genossinnen und Genossen des Ortsvereins Mönkeberg der SPD zurück! Elisabeth Prang, Rita Runde und ihr Mann Werner haben sich vor 50 Jahren der Partei angeschlossen und sind ihr seitdem treu geblieben. Zehn Jahre nach ihnen fanden Hans Lembcke und Fritz Gebhardt den Weg zur Sozialdemokratie. Für den Ortsverein der SPD war das Anlass genug, einmal mehr eine erweiterte Vorstandssitzung in einem ganz besonderen Rahmen durchzuführen. Am 31. August 2019 folgten insgesamt 17 Mitglieder der SPD Mönkeberg der Einladung des Vorstandes und fanden sich bei bestem Wetter bei Andrea Niehbuhr und ihrem Mann Jens ein, die uns wiederholt Haus und Garten für unser Treffen zur Verfügung stellten.

Nach dem Bericht des Ortsvereinsvorsitzenden und dem aus der Fraktion, der uns noch eine Weile an diesem Abend beschäftigen sollte, bedankte sich Christian im Namen des Vorstandes bei den Jubilaren für ihre Treue zur Partei und ihren Einsatz für das Gemeinwohl in unserem Ort. Anschließend überreichte er die Dankesurkunden des Bundesvorstandes der SPD und bat Elisabeth, Rita und Werner, ein wenig darüber zu erzählen, wie sie die Studentenproteste im Jahr 1968 und die spannenden Jahre des Umbruches danach erlebt und ihren Weg zur SPD gefunden haben. Die Jüngeren in der Runde hörten den dreien interessiert zu und die Älteren ergänzten die Erzählungen mit eigenen Erlebnissen.

Auch wenn die Unruhen der späten sechziger Jahre nicht mit der Gegenwart zu vergleichen sind, so waren sich doch alle darin einig, dass wir heute nicht in minder turbulenten Zeiten leben.
Das Erstarken nationalistischer Bestrebungen in Europa und darüber hinaus sowie der wachsende Zuspruch, den aktuell rechtspopulistische Strömungen erfahren, stellt gerade die Sozialdemokratie in Deutschland vor große Herausforderungen. Da ist es nicht gerade leicht, dass ein schwächelnder Bundesvorstand und erhebliche inhaltliche Differenzen über die Schwerpunkte der dringend erforderlichen Neuausrichtung innerhalb der Partei ein geschlossenes und überzeugendes Auftreten nach außen behindern.

Dr. Christian Kubaczyk
Vorsitzender der SPD Mönkeberg

Mönkeberger Nachrichten | September 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

dass wir mit unseren Überlegungen zur Beruhigung des Verkehrs im Oberdorf sowie im Heikendorfer und Kitzeberger Weg, die wir in den letzten Ausgaben der „Mönkeberger Nachrichten“ vorstellten, einen sprichwört-lichen Nerv getroffen haben, sehen wir nicht nur an Ihren Rückmeldungen an die Gemeinde. Auch die anderen politischen Gruppen haben jetzt ernsthafte verkehrspolitische Vorschläge formuliert. Damit hat endlich die Debatte über die Verkehrssituation in Mönkeberg ihren Weg auch in die politischen Gremien unserer Gemeinde gefunden. Entsprechende Anträge der SPD und anderer wurden nun in den Augustsitzungen diskutiert. Das stimmt uns sehr zuversichtlich und freut uns mit Ihnen!

Ein weiteres Thema, das uns schon seit einiger Zeit am Herzen liegt, ist der desolate Zustand einiger Mönkeberger Spielplätze. Bestimmt ist Ihnen auch schon das traurige Bild aufgefallen, das die Spielplätze am Schönkamp, am Moordiek, in der Buchenrade und am Hang bieten.

So müssen die Mönkeberger Kinder auf dem Platz am Schönkamp schon zu lange mit abgesägten Resten der Seilbahn und einem stark verwitterten Spielturm vorliebnehmen.

Auch der Spielplatz Moordiek hat wohl seit geraumer Zeit kein ausgelassenes Spielen unserer Kinder mehr erlebt. Verlassen und ungenutzt ist die vorhandene Sandkiste zugewuchert, und auch der Rest der kleinen Anlage stellt sich alles andere als attraktiv dar.

Kaum besser scheint es um den Spielplatz in der Buchenrade zu stehen. Schon aufgrund seiner geringen Größe und des Fehlens an Spielgeräten lädt er kaum Kinder zum Herumtollen ein.

Ein trauriges Bild bietet sich auch auf dem Spielplatz „Am Hang“. Zahlreiche Zigaretten-kippen zeugen davon, dass nur noch der ein oder andere Raucher seinen Weg hierhin findet.

Da wirken die Spielplätze am Königsmoor und „Im Buschholz“ hinter dem neuen AWO-Kindergarten schon etwas anregender und spannender. Beide Anlagen wurden großzügiger und aufwendiger geplant teilweise auch mit freiwilliger Unterstützung der Anwohnerinnen und Anwohner gestaltet. Allerdings beginnen auch diese beiden Anlagen langsam zu verwittern. Zudem stören Hundekot und Zigarettenkippen das ungetrübte Spielen.

Die SPD-Fraktion Mönkeberg setzt sich daher dafür ein, dass, neben den bereits beschlossenen Geldern für die Renovierung des Spielplatzes Schönkamps, zusätzliche Mittel für die Renovierung weiterer Mönkeberger Spielplätze bereitgestellt werden.

Zudem suchen wir den direkten Kontakt mit Eltern und Kindern (den eigentlichen Experten für das Spielen!), um mit ihnen gemeinsam die Mönkeberger Spielplätze zu besichtigen und ihre Vorschläge und Anregungen in die Gemeindevertretung zu tragen.

Wenn Sie uns in dieser Sache unterstützen möchten, sprechen Sie doch bitte bei nächster Gelegenheit einfach Jens Thomsen oder jedes weitere Mitglied der SPD-Fraktion in Ihrer Nachbarschaft an. Wir freuen uns darauf!

Jens Thomsen
Gemeindeverter des SPD Fraktion

Mönkeberger Nachrichten | August 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Immer wieder bekommen wir von Ihnen Mit-teilungen über die häufigen Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit in den Mönkeberger Straßen. Deswegen wurden schon einige Versuche unternommen, um den Verkehr an den betroffenen Straßen zu beruhigen.

Die Ausweitung der 30er Zonen war und ist dabei ein wichtiger Schritt, jedoch halten diese einige Fahrer leider nicht davon ab, mit stark überhöhter Geschwindigkeit über die Straßen zu rasen.

Gerade deswegen kommen immer wieder Forderungen nach weiteren Verkehrs-beruhigungen auf. Gerne vorgeschlagen werden dabei die Bremsschwellen und Kölner Teller. Ich möchte Ihnen hier gerne erklären, warum ich persönlich diese jedoch vermeiden will:

Bremsschwellen wie auch Berliner Kissen sorgen für eine erhöhte Lärmbelastung durch plötzliches Abbremsen und Wiederanfahren, aber auch durch die Belastung auf das Fahrzeug und die Schwelle.1 Gerade bei LKWs und Bussen sind diese Schwellen problematisch, zudem sorgen sie für eine erhöhte Abnutzung am Fahrzeug. Auch behindern diese den Winterräumdienst und Rettungsdienste.2

Auch rechtlich kann es gefährlich werden: Ende 2018 wurden drei Mitarbeiter des Amtes in Heidelberg zu 30 Tagessätzen und zwei Jahren Bewährung wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, nachdem ein Fahrradfahrer aufgrund von Kölner Tellern stürzte und seinen Verletzungen erlag.3 Auch das Oberlandes-gericht Hamm hat eine Kommune zu Schadens-ersatz und Schmerzensgeld verurteilt, nachdem ein Fahrradfahrer auf einer Bremsschwelle gestürzt ist.4 Das Landesgericht München hat am 2017 in einem Fall einem Wohnmobilfahrer Recht gesprochen, als dieser über eine nicht ausreichend sichtbare Schwelle fuhr und dabei sein Fahrzeug beschädigte.5

Aufgrund der geringen positiven Wirkung und gleichzeitigen Gefahr von Bremsschwellen halte ich persönlich diese Varianten für keine ge-eignete Methode zur Beruhigung des Verkehrs.

Deswegen arbeiten wir in der Fraktion derzeit an besseren Alternativen, die den Verkehr beruhigen sollen und dabei kein Risiko verursachen.

Bespielsweise wäre ein Fahrgassenversatz ein Lösungansatz zur Straßenberuhigung.67 Hierbei werden Straßen durch bauliche Maßnahmen an einigen Stellen verkleinert, zum Beispiel durch Blumenkästen oder eine Straßenverengung, aber auch durch gekennzeichnete Flächen zum Parken, wie sie zum Beispiel schon in der Stubenrauchstraße vorhanden sind.

Durch diese Hindernisse, die teilweise abwechselnd auf den Straßenseiten angebracht sind, und die daraus resultierende Verengung der Straße sinkt die Geschwindigkeit, steigt die Aufmerksamkeit der Fahrer und damit sinkt die Anzahl an Unfällen.89

Wenn Sie anderer Meinung sind oder weitere Vorschläge einbringen wollen, rufen Sie mich gerne an (0176 54409869).

Benedict Mende
stlv. Fraktionsvorsitzender der SPD


1 https://de.wikipedia.org/wiki/Bremsschwelle#Kritik 
2 https://rad-spannerei.de/2007/12/03/bremsschwellen-beruhigen-den-verkehr/
3 https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-koelner-teller-heidelberger-verkehrsplaner-verurteilt-_arid,405686.html
4 https://www.ksta.de/umstrittene-bodenschwelle-13684706
5 https://www.verkehrsanwaelte.de/news/details/schadensersatz-nach-ueberfahren-einer-bodenschwelle/
6 https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrgassenversatz7 http://www.schulwegengel.de/bauliche-massnahmen.html
8 https://www.fhwa.dot.gov/publications/research/safety/10053/10053.pdf
9 https://safety.fhwa.dot.gov/road_diets/guidance/info_guide/rdig.pdf

Mönkeberger Nachrichten | Juli 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Immer wieder bekommen wir von Ihnen Mitteilungen über die häufigen Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit in den Mönkeberger Straßen. Deswegen wurden schon einige Versuche unternommen, um den Verkehr an den betroffenen Straßen zu beruhigen.

Die Ausweitung der 30er Zonen war und ist dabei ein wichtiger Schritt, jedoch halten diese einige Fahrer leider nicht davon ab, mit stark überhöhter Geschwindigkeit über die Straßen zu rasen.

Gerade deswegen kommen immer wieder Forderungen nach weiteren Verkehrsberuhigungen auf. Gerne vorgeschlagen werden dabei die Bremsschwellen und Kölner Teller. Ich möchte Ihnen hier gerne erklären, warum ich persönlich diese jedoch vermeiden will:

Bremsschwellen wie auch Berliner Kissen sorgen für eine erhöhte Lärmbelastung durch plötzliches Abbremsen und Wiederanfahren, aber auch durch die Belastung auf das Fahrzeug und die Schwelle.1 Gerade bei LKWs und Bussen sind diese Schwellen problematisch, zudem sorgen sie für eine erhöhte Abnutzung am Fahrzeug. Auch behindern diese den Winterräumdienst und Rettungsdienste.2

Auch rechtlich kann es gefährlich werden: Ende 2018 wurden drei Mitarbeiter des Amtes in Heidelberg zu 30 Tagessätzen und zwei Jahren Bewährung wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, nachdem ein Fahrradfahrer aufgrund von Kölner Tellern stürzte und seinen Verletzungen erlag.3 Auch das Oberlandesgericht Hamm hat eine Kommune zu Schadens-ersatz und Schmerzensgeld verurteilt, nachdem ein Fahrradfahrer auf einer Bremsschwelle gestürzt ist.4 Das Landesgericht München hat am 2017 in einem Fall einem Wohnmobilfahrer Recht gesprochen, als dieser über eine nicht ausreichend sichtbare Schwelle fuhr und dabei sein Fahrzeug beschädigte.5

Aufgrund der geringen positiven Wirkung und gleichzeitigen Gefahr von Bremsschwellen halte ich persönlich diese Varianten für keine ge-eignete Methode zur Beruhigung des Verkehrs.

Deswegen arbeiten wir in der Fraktion derzeit an besseren Alternativen, die den Verkehr beruhigen sollen und dabei kein Risiko verursachen.

Bespielsweise wäre ein Fahrgassenversatz ein Lösungansatz zur Straßenberuhigung.67 Hierbei werden Straßen durch bauliche Maßnahmen an einigen Stellen verkleinert, zum Beispiel durch Blumenkästen oder eine Straßenverengung, aber auch durch gekennzeichnete Flächen zum Parken, wie sie zum Beispiel schon in der Stubenrauchstraße vorhanden sind.

Durch diese Hindernisse, die teilweise abwechselnd auf den Straßenseiten angebracht sind, und die daraus resultierende Verengung der Straße sinkt die Geschwindigkeit, steigt die Aufmerksamkeit der Fahrer und damit sinkt die Anzahl an Unfällen.89

Wenn Sie anderer Meinung sind oder weitere Vorschläge einbringen wollen, rufen Sie mich gerne an (0176 54409869).

Benedict Mende
stlv. Fraktionsvorsitzender der SPD

1 https://de.wikipedia.org/wiki/Bremsschwelle#Kritik
2 https://rad-spannerei.de/2007/12/03/bremsschwellen-beruhigen-den-verkehr/
3 https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-koelner-teller-heidelberger-verkehrsplaner-verurteilt-_arid,405686.html
4 https://www.ksta.de/umstrittene-bodenschwelle-13684706
5 https://www.verkehrsanwaelte.de/news/details/schadensersatz-nach-ueberfahren-einer-bodenschwelle/
6 https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrgassenversatz7 http://www.schulwegengel.de/bauliche-massnahmen.html
8 https://www.fhwa.dot.gov/publications/research/safety/10053/10053.pdf
9 https://safety.fhwa.dot.gov/road_diets/guidance/info_guide/rdig.pdf

Mönkeberger Nachrichten | Mai 2019

Verkehrssituation in Mönkeberg

23378 Tempoverstöße hat die Landespolizei in einer einzigen Kontrollwoche Anfang April in Schleswig-Holstein festgestellt. Weiterhin teilte die Polizei mit, dass im vergangenen Jahr auf den Straßen Schleswig-Holsteins insgesamt 122 Menschen starben, fast 16.000 sind verletzt worden.
Diese Zahlen beunruhigen uns auch in Mönkeberg und sie bestätigen den Eindruck, den viele MitbürgerInnen im letzten Jahr gewonnen haben, wie wir immer wieder aus Gesprächen erfahren.
Natürlich stellt sich die SPD Mönkeberg die Frage, wie man die Verkehrssituation in Mönkeberg verbessern kann. Einige Vorschläge dazu möchten wir an dieser Stelle darstellen. Wir hoffen auf Ihre zusätzlichen Anregungen, um im Folgenden Anträge in die Gemeindevertretung einbringen zu können.

Tempo-30-Zonen und Spielstraßen

Aus unserer Sicht sind in Mönkeberg an vielen richtigen Stellen Tempo-30-Zonen ausgewiesen worden. Ein wesentliches Problem besteht eher darin, das Ziel einer Verkehrsberuhigung auch durchzusetzen.
Gleichwohl sind wir dankbar und offen für Ihre Rückmeldungen, liebe MitbürgerInnen, ob es einen nicht zusätzlichen Bedarf an verkehrsberuhigten Zonen gibt! Während sich eine Umsetzung in der oberen Dorfstraße schwierig zu gestalten scheint, könnte auch in der Verlängerung des Heikendorfer Weges ein Bedarf bestehen. Auch die Einrichtung von weiteren verkehrsberuhigten Bereichen („Spielstraße“) möchten wir gerne überprüfen.

Verkehrsberuhigung

Von vielen Autofahrer werden die bekannten Bremsschwellen sehr kritisch betrachtet, auch Anwohner sind z.T. genervt durch das Abbremsen vor und das Wiederbeschleunigen nach den Schwellen. Trotzdem muss man feststellen, dass „sanftere“ Varianten, wie z.B. Aufpflasterungen nicht immer den gewünschten Effekt haben. Wer in Mönkeberg den Ralleystil einzelner Autofahrer im Bereich der Aufplasterung an der unteren Dorfstraße beobachtet hat, die zudem durch Fahrbahnverengungen begleitet sind, erkennt, dass man nie alle Verkehrsteilnehmer erreichen wird.
So erscheint es uns dennoch vielversprechend, im bereits benannten Bereich der oberen Dorfstraße, in der Hegerade, im Verlauf des Heikendorfer Wegs, im Kitzeberger Weg über effektivere Verkehrsberuhigungen nachzudenken. Unter Umständen reicht es schon aus, Parkraum auf der Straße auszuweisen und diesen über Blumenkübel o.ä. zu markieren, um einen rücksichtsvolleren Verkehrsfluss zu gestalten.

Verkehrskontrollen

Ein weiter Schritt besteht darin, dass Sie selbst aktiv werden. Bitten Sie um eine Verkehrskontrolle, wenn Sie das Gefühl haben, dass beständig vor Ihrer Haustür gerast wird. Irrtümlich wenden sich viele MitbürgerInnen dazu an die Gemeinde, tatsächlich ist der Kreis Plön der richtige Ansprechpartner: Die Abteilung für Verkehrsangelegenheiten ist oftmals dankbar für Hinweise, wo der Verkehr kontrolliert werden müsste und überprüft dann die Angemessenheit einer Kontrolle.

Jens Thomsen
Gemeindevertreter

Mönkeberger Nachrichten | April 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den letzten Jahren hat sich in Mönkeberg und Kiel einiges in Sachen Radfreundlichkeit getan, wie zum Beispiel die Beleuchtung des Radweges Richtung Dietrichsdorf oder die Schaffung von Fahrradstraßen. Das ist für die Entwicklung von umweltfreundlichen Alternativen zum Auto für den Pendelverkehr Richtung Kiel von großer Bedeutung. Dabei ist aber leider ein Teil von Mönkeberg bisher etwas stiefmütterlich behandelt wurde – das Oberdorf. Vom Oberdorf aus führt die kürzeste Route Richtung Kiel über die Straße Söhren/Königsmoor und Specken in Dietrichsdorf (Route 1 in der Karte). Es gibt allerdings ein ca. 300 m langes Teilstück dieser Strecke entlang der Kleingärten, das über einen Feldweg führt und auf dem bei regnerischem Wetter sowie in den Folgetagen durch Schlamm und zahlreiche Pfützen eine hohe Sturzgefahr besteht. Die alternativen Routen sind jedoch alle mindestens 1.2 km länger (siehe Karte). Die kürzeste Ausweichroute würde über den Kreisel an der Hegerade führen, ist aber aufgrund der Sperrung des Kreisels für den Radverkehr nicht nutzbar (Route 2, 700 m länger). Dadurch muss man als Fahrradpendler z.B. zum Gymnasium nach Wellingdorf oder nach Kiel je nach Wetterlage erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Deshalb werden wir uns als SPD-Fraktion dafür einsetzen Lösungen zu finden um das Fahrrad als umweltfreundliche Alternative zum Auto auch für das Oberdorf attraktiver zu machen.

Christoph Kaleta
SPD-Fraktion Mönkeberg

Mönkeberger Nachrichten | März 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nirgendwo sonst ist Politik näher an den Menschen als in der Kommunalpolitik. Nirgendwo sonst beeinflussen politische Entscheidungen direkter das Leben der Bürger. Ob stromsparenden Straßenlaternen, der neuer Kindergarten oder eine moderne Strandgastronomie, Kommunalpolitik findet direkt vor der eigenen Haustür statt. Und deswegen geht sie jeden etwas an, ganz egal welches Alter.
Aus diesem Grund setzen wir uns gemeinsam mit den Grünen für ein Kinder- und Jugendparlament in unserer Gemeinde ein.
Aber nicht nur Kinder und Jugendliche sollten sich mit der politischen Arbeit in der Gemeinde auseinandersetzten. Auf keiner anderen Ebene können Bürger Politik so stark, so direkt und so effektiv beeinflussen: Die Gemeinden verwalten sich grundsätzlich selbst. Gullydeckel und Mülltonnen, aber auch das Wasser aus dem Wasserhahn, die Gehwege und Fahrradwege, Schulen und Kindergärten, Bauvorhaben und Grünflächen, Feuerwehr und Sportverein – das ist nur ein Bruchteil von dem, was auf kommunaler Ebene von ehrenamtlichen Bürgern ausgeführt und selbst verwaltet wird, unterstützt von der Gemeindeverwaltung und der – bei uns ebenfalls ehrenamtlichen – Bürgermeisterin.
Die Aufgaben jedoch unterscheiden sich in freiwillige und Pflichtaufgaben. So gehören zum Beispiel auch die Straßen, Schulen, Kindertagesstätten, die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu den freiwilligen Aufgaben, die wir jedoch erfüllen müssen. Anders ist dies Beispielsweise bei Grünflächen, Sportstätten und dem Nahverkehr, die komplett freiwillig sind.
Und so gerne alle Gemeindevertretern den Bürgern so viel wie möglich bieten und erlassen möchten, in einer Gemeinde wie Mönkeberg fehlt da leider das Geld. Und so muss leider der ein oder andere Kompromiss eingegangen, eine Gebühr erhöht oder eine Leistung eingestellt werden. Denn ansonsten würden die Kontrollinstanzen auf Kreis und Landesebene eingreifen. Und so müssen auch Entscheidungen getroffen werden, die uns allen widerstreben.
Jede Fraktion und jeder Gemeindevertreter hat hierbei andere Ansichten, was wichtiger und weniger wichtig ist, ob die Finanzen die oberste Priorität haben oder das soziale Leben, aber auch ob etwas gerecht oder ungerecht ist, wichtig oder nichtig. Und trotz dieser Differenzen arbeitet man in den Ausschüssen und der Gemeindevertretung gemeinsam für unsere Gemeinde und die Bürger.
Da die Demokratie in den Gemeinden anfängt, kann jeder Bürger und jede Bürgerin sich einbringen, nicht nur, wenn sie gewählt wurden: Am Anfang einer Ausschuss- und Gemeindevertretungssitzung dürfen Einwohner Fragen zu den jeweiligen Bereichen stellen. Noch mehr Möglichkeiten zum Einbringen bietet die Arbeit in den Fraktionen, Wählergemeinschaften und Parteien: Während man in den Fraktionen die Chance hat, sich gemeinsam aktiv für Entscheidungen und Ideen einzusetzen und sein eigenes Wissen und Können ehrenamtlich dem Gemeinwohl zur Verfügung zu stellen, kann man in den regelmäßigen offenen Sitzungen und Veranstaltungen der Parteien offen auf freier Basis diskutieren und Ideen entwickeln.
So hat jeder die Chance, sich in die Gemeindearbeit einzubringen und Mönkeberg voranzubringen. Aber nicht nur die SPD Mönkeberg würde sich über neue Gesichter und tatkräftige Unterstützung freuen: Sicherlich sind auch die anderen Parteien, Vereine und Gemeinschaften in der Gemeinde froh über neue Mitglieder und Ehrenamtler, ob es die freiwillige Feuerwehr, der Segelverein oder der Förderverein des Bücherbusses ist. In unserer Gemeinde gibt es so viele Vereine und Möglichkeiten, sich einzubringen, sodass jeder etwas für sich finden kann.
Interesse an unserer politischen Arbeit geweckt? Du willst mit uns das Leben in Mönkeberg gestalten? Dann melde dich doch bei uns oder komm einfach so in unsere nächste Ortsvereinssitzung! Ort und Zeit findest du auf unserer Webseite, sobald die nächste Sitzung ansteht!

Benedict Mende
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender